Die neuesten Living-Trends für Design-Liebhaber

Individuell bedruckte Licht- und Sonnenschutz-Lösungen sind das Nonplusultra

Peine, der 21. Okt. 2020 – COVID-19 hat viel verändert und wird es auch weiterhin tun vor allem unser Leben. Aktuell heißt das Gebot der Stunde „zuhause bleiben“, keine Reisen unternehmen oder große Events besuchen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus und den damit verbundenen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens arbeiten viele Menschen im Homeoffice bzw. nutzen ihre Freizeit zur Umgestaltung ihrer Wohnung. Enrico Thurmann, Vertriebs- und Marketing-Manager von La-Melle (www.la-melle.de), erläutert den Trend zu mehr Individualität im Interieur-Bereich.

Herr Thurmann, seit knapp zehn Jahren bietet La-Melle über einen Online-Shop individuelle Licht- und Sonnenschutz-Lösungen an. Wie schlägt sich die aktuelle Marktsituation auf Ihr Geschäft nieder?

Zum Glück können wir uns nicht beklagen. Wohnen, Einrichten und Kochen stehen beim Verbraucher seit längerer Zeit hoch im Kurs. 
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie verstärken den Trend und haben zum sogenannten „Cocooning“ geführt. Die häufige häusliche Präsenz sowie das Arbeiten aus dem Homeoffice haben die Renovierungs- und Anschaffungslust zugunsten der eigenen vier Wände gesteigert, egal, ob es sich um eine Küche, Sitzgarnitur oder Fensterdekoration handelt. Die Verbraucher richten es sich zunehmend daheim gemütlich ein.

Am 15. März kam der Lockdown. Mussten Sie Ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken?

Traditionell ist unser Betrieb von Oktober bis März gut ausgelastet, da die Menschen in der dunklen Jahreszeit mehr zuhause sind. Teilweise stellen wir während dieser Phase zusätzliche Saisonkräfte in der Produktion ein. Zum Lockdown brach der Umsatz um über 50 % ein. 
Die Schockstarre hatte uns alle ergriffen. Keiner konnte sich bis dato so drastische Maßnahmen vorstellen. Möbelhäuser, Raumausstatter, etc. wurden geschlossen. Der Umsatz sank bei ihnen auf null, sofern sie ihren Kunden keinen Online- Service bieten konnten. Das spürten auch wir, da wir neben unserem eigenen Online- Shop eng mit B2B-Partnern zusammenarbeiten. Aber nach einer anfänglichen Durststrecke, die sich bis in den April zog, trudelten wieder Aufträge ein. Somit mussten wir uns keine großen Gedanken machen, die Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Wir haben die Phase zur Optimierung und zum Ausbau unseres Produktsortimentes genutzt.

Wie müssen wir uns das vorstellen?

Der Trend zu einer offenen Raumstrutur hat sich in den Wohn- und Arbeitswelten durchgesetzt. Für ein perfektes Raumerlebnis spielt neben dem Interieur die Aktustik eine wesentliche Rolle. Mit einem kürzeren Nachhall verbessert sich die Sprachverständlichkeit, was sich positiv auf die Konzentration und Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden niederschlägt. Wir haben daher einen Akustikstoff im Sortiment aufgenommen, der sowohl für individuelle Schiebegardinen an bodentiefen Fensterfronten als auch als kleines oder großes Akustikbild eingesetzt werden kann. Darüber hinaus haben wir an der Optimierung des Bestellservices gearbeitet und einen Blog auf unserer Homepage aufgenommen, in dem der Verbraucher viele wissenswerte Tipps rund um das Thema Fenster- und Raumdekoration erfährt.

Hat das ausgesprochen sonnige Wetter im Sommer zu einer erhöhten Nachfrage nach Licht- und Sonnenschutzlösungen geführt?

Im Sommer haben wir immer eine gewisse Grundauslastung. Der Verbraucher wünscht nachhaltige Produkte, die genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind – egal, ob es sich um ein individuell bedrucktes Rollo, Plissee oder einen Lamellenvorhang handelt. Eine kreative Fensterdekoration gehört heute genauso zu einer modernen Inneneinrichtung, wie eine stimmungsvolle Beleuchtung. Sie muss einen perfekten Licht-und Sonnenschutz zu jeder Tages- und Jahreszeit bieten. Daher ist der richtigen Stoffauswahl größte Aufmerksamkeit zu schenken, denn es gibt beispielsweise transparente, blickdichte oder auch wasserabweise Stoffqualitäten.

Kann man behaupten, dass Sie ein Profiteur der Corona-Pandemie sind?

Das würde ich so nicht sagen. Die aktuellen Zahlen des laufenden Geschäftsjahres sehen relativ gut aus. Wir rechnen mit einer kleinen Umsatzsteigerung. Die Umschichtung des frei verfügbaren Einkommens beim Verbraucher seit dem Corona-Ausbruch von Urlaub und Auto hin zu Wohnen und Einrichten wirkt sich generell positiv auf unser Geschäftsmodell aus. 
In den letzten Monaten haben wir sogar Mitarbeiter eingestellt. Aus der Pandemie ziehen wir aber auch gewisse Lehren und nehmen Lerneffekte mit. Viele Dinge, die vorher unmöglich waren, sind jetzt normal. Die Ausstattung von Messeständen mit individuellen Teppichen, großflächigen Stoffbannern, etc. gehörte für uns zum Alltag das ist von heute auf morgen weggebrochen und wird das alte Niveau so schnell nicht wieder erreichen. 
Digitale Produktpräsentation und Kommunikation lauten die Zauberworte für uns und unsere B2B-Kunden.

„Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus und den damit verbundenen Einschränkungen arbeiten viele Menschen im Homeoffice bzw. nutzen ihre Freizeit zur Umgestaltung ihrer Wohnung, das wirkt sich positiv auf unsere Geschäftsentwicklung aus“, sagt Enrico Thurmann.

Der Verbraucher wünscht eine nachhaltige Fensterdekoration, die genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist – egal, ob es sich um ein individuell bedrucktes Rollo, Plissee oder einen Lamellenvorhang handelt.

Die letzten Monate hat La-Melle u. a. genutzt, um einen Akustikstoff im Sortiment aufzunehmen, der sowohl für individuelle Schiebegardinen an bodentiefen Fensterfronten als auch als kleines oder großes Akustikbild eingesetzt werden kann.